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Allgemeines 


Aero 1000 von Souboj Vidra (P332) und Bohumil Turek (P-313)

Für die meisten Veteranenliebhaber ist der Begriff "Aero" meist mit kleinen niedlichen Wägelchen, ähnlich dem doch etwas bekannteren Dixi, verbunden. Weniger bekannt ist, dass auch eine Reihe von Sport- bzw. Rennwagen in Verbindung von Konstrukteuren der Fa. Aero, wie Karosseriebaumeister Josef Vorisek und Oldrich Uhlik, Werksfahrern wie Bohumil Turek und Otakar Nimshaus oder aber auch Werksvertretern wie Karl Freiherr von Wiedersperg entstanden sind.

Leider sind von diesen einzigartigen Fahrzeugen, welche manchmal ein wenig an die große und bekannte Marke Bugatti erinnern, einige über das Stadium der Entwicklung auf dem Reißbrett nicht hinaus gekommen und andere ganz einfach "verschollen".

              Aero Spezial-Wiedersperg, 1932
So entstand zum Beispiel in den Jahren 1933-34 ein Einliter-Rennwagen des Herrn Karl Freiherr von Wiedersperg (Aero-Werksvertretung in Reichenberg-Liberec), mit welchem er auch die "1.000 Tschechoslowakischen Meilen" fuhr. Ein Wrack diese Wagens wurde gefunden und mit viel Liebe und Aufwand von unserem tschechischen Aero-Freund J. Kobliha wieder zum Leben erweckt. Dieses Fahrzeug konnten wir bereits bei Veteranenveranstaltungen in Tschechien so u.a. auch in Cesky Brod zum Europatreffen 2001 bewundern.
Zwischenzeitlich gibt es aber eine ganze Reihe von Aero-Liebhabern, die sich diesen kleinen "Rennwagen" und ihrer Historie verschrieben haben. Ganz sicher sind es nicht immer die Fahrzeuge, wie sie vor dem Krieg zu sportlichen Zwecken umgebaut wurden. Doch es ist wohl nachweislich, dass es auf der Grundlage von Serienfahrzeugen bei vielerlei Marken derartige sportlichen Umbauten gegeben hat.

Die Abbildungen oben zeigen ein solches Fahrzeug unseres Freundes Rolf Kuster aus der Schweiz, das in dieser Art und Weise in den 30er Jahren umgebaut wurde.

Mit dem Motor des "Straßenhechtes", dem 1.000-er Aero, haben im großen und ganzen keine besonderen Experimente stattgefunden. Natürlich gab es die speziellen Änderungen für die Werksfahrer, so z. B. durch Polieren der Kanäle, Änderungen der Massen und Veränderungen an den Zylinderköpfen. So erhielt der Wagen von Otakar Nimshaus für die "1.000 Tschechoslowakischen Meilen" einen Zylinderkopf mit 4 Zündkerzen. Aber auch 3-Zylinder-Motoren wurden wahrscheinlich im Jahre 1933 in 2 oder 3 Exemplaren eingebaut. 

Für Aero-Freunde ein absoluter Leckerbissen: 
Der Aero-Super Sport, Boxer mit 1.070 ccm Hubraum, 34 PS / 5.400 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Wagens betrug damals 140 km/h.
Eine interessante Lösung war im Zusammenhang mit der sportlichen Entwicklung, hauptsächlich für die Aero 662 und 750 hergestellten, zusätzlichen Reduktionsgetriebe. Es wurde das Drehmoment vom Motor insbesondere bei höheren Drehzahlen besser ausgenutzt und die Fahrzeuge hatten dadurch insgesamt 6 Vorwärtsgänge. Erzeugt wurden diese Getriebe von der Fa. WALTER in Prag.

Autor: Gerhard Schwarze
ergänzende Bearbeitung: Michael Strauch
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