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Nicht
ganz geklärt sind die Umstände, die zur Entwicklung des Aero
Rekord führten. Der Auslöser dürfte höchstwahrscheinlich die
Entscheidung der Aero-Unternehmensleitung gewesen sein, in der
Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende. Jedenfalls wurde ab Herbst
1942 – die Schlacht von Stalingrad war gerade in vollem Gang
– mit den Arbeiten an einem Mittelklassewagen mit 1500 cm3
Hubraum und konventionellem Antriebskonzept begonnen. Das neue
Fahrzeug sollte ein vollwertiges Familienfahrzeug werden und von
Anfang an in mehreren Karosserievarianten verfügbar sein. Die
Karosserie sollte nicht mehr in Holz/Bleck-Verbundbauweise
ausgeführt sein, sondern ganz aus Stahlblech gefertigt sein.
Der
Motor des Aero Rekord
Beim Motor griff man auf die gleiche Basiskonstruktion, wie beim
neuen „Pony-Motor“ zurück und verdoppelte den Hubraum. Die
Daten: 1491 cm3 / 36 PS. Neu war die Kombination von Motor,
Kupplung und Getriebe zu einem Block.

Der
2-Takt-4-Zylindermotor mit einem Hubraum von 1491cm3 und einer
Leistung von 36 PS
Das moderne
Fahrwerk des Aero Rekord
Das Fahrwerk war eine
weitere Verfeinerung des bereits sehr fortschrittlichen
„Pony-Fahrwerks“. Basis war ein Profilstahl-Leiterrahmen als
Träger der Motor/Getriebeeinheit und des Antriebsstranges zu
den Hinterrädern. Analog zum Pony wurde das System einer unabhängigen
Radaufhängung an allen vier Rädern beibehalten, auch das
System des sturzneutralen Federweges, allerdings wurde es beim
Rekord technisch anders gelöst.
An
der Vorderachse waren die Räder an doppelten Schräglenkern
aufgehängt und von Schraubenfedern abgestützt. Zur Stoßdämpfung
waren, vom Fahrersitz aus einstellbare, Reibungsdämpfer
vorhanden.
An
der Hinterachse war eine Kurbellenker-Aufhängung, ähnlich, wie
beim Pony, mit liegender Schraubenfederung vorhanden. Tests und
sogar Produktionsvorbereitungen liefen bis Kriegsende.

Vom
Aero Rekord wurden bis 1945 drei Protoypen in unterschiedlichen
Ausführungen gebaut. Zusätzlich gab es noch ein Fahrgestell,
das später in Privatinitiative zu einer Tudor-Limousine fertig
gestellt werden konnte.
Nach
Kriegsende bemühte sich die Unternehmensleitung um Unterstützung
für den Start einer Serienproduktion – jedoch vergeblich. Die
Geschichte verlief analog zur Geschichte des Aero Pony, der zu
Gunsten des JAWA Minor (später Aero Minor) aufgegeben wurde.
Von den
Prototypen hat nur das Kabriolett die Zeit überdauert. Es
befindet sich heute im Fundus des technischen Museums Prag. Die
anderen Fahrzeuge sind verschollen.
Rekord Nr. 1: Limousine
4-türig

Rekord Nr. 1 war
eine viertürige Limousine ohne mittlere Türsteher und wurde
etwa 20 000 Kilometer gefahren.
Benützt wurde er üblicherweise
von Ing. Novotny, welchem er auch gestohlen wurde, worauf sich
die Spur über sein Schicksal verliert.
Rekord Nr. 2: Kabriolett 1946

Rekord Nr. 2
war ein Kabriolett, das 1945 vom Aero Testfahrer Ian Fexa
gekauft wurde. Nach einigen Jahren in Gebrauch
schenkte er den Wagen dem Technischen Nationalmuseum in Prag, wo
er noch im Depot gelagert ist.
Rekord Nr. 3: Limousine 2-türig
Rekord Nr. 3,
eine „Tudor“-Limousine, kaufte Ing. Bitter von der
Flugzeugkonstruktionsabteilung.
Rekord Nr. 4: Fahrgestell und Motoreinheit

Rekord
Nr. 4 war nur ein Fahrgestell, das für verschiedene Tests
verwendet worden war. Dieses Fahrgestell kaufte der
Aero-Mitarbeiter Slavomir Janecek. Gleichzeitig gelang es
ihm, das Holzmodell der Tudor-Karosserie unter dem Titel
"Brennholz" zu kaufen und den Wagen in Folge fertig zu
stellen. Er lief dann über mehrere Jahre im normalen Prager
Straßenverkehr.
Der
Aero Rekord mit seinen kleineren Bruder, dem Aero Pony

Beitrag
verfasst von Reinhard Bauer (01.02.2011)
Die
Abmessungen und technischen Daten
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